Berlin ist auch Deutschlands Kulturhauptstadt – dazu zählen Theater, Oper, Ballett und Musical – neben den ganz klassischen Kunstmuseen und Kunstgalerien. Der deutsche Kunstmarkt ist weltweit der drittwichtigste hinter Großbritannien und Frankreich. Der Berliner Kunstmarkt hat einen Jahresumsatz von 110 Millionen Euro. In Berlin gibt es 20.000 Künstler. Die Zahl der Kunstgalerien in Berlin liegt bei 650, der Anteil von Künstlern an der Berliner Bevölkerung bei sechs Prozent. Die kreative Atmosphäre Berlins ist international anerkannt und gibt Berlin das Image eines sehr guten Standortes für Kunstproduktionen. Kunstgalerien arbeiten eng zusammen mit Auktionshäusern. Der Berliner Kunstmarkt ist noch lange nicht ausgeschöpft und hat ein hohes Potenzial an Nachwuchskünstlern.

Zu den bekanntesten Kunstgalerien in Berlin gehört die Berlinische Galerie. Sie ist eine der jüngsten Galerien in der Hauptstadt und stellt in ihrer Ausstellung Werke Berliner Künstler von 1870 bis heute aus. Das Besondere ist die Lokalität der Ausstellung. Der Anspruch an die Qualität hat aber internationale Standards.

Die Berlinische Kunstgalerie wurde 1975 als Verein gegründet und ist heute auf mehr als 4.500 Quadratmetern in einer Industriehalle untergebracht. Sie beschäftigt sich mit den Bereichen Malerei, Grafik, Skulptur, Multimedia, Fotografie und Architektur. Die Überschneidungen zwischen diesen Bereichen bilden den Reiz des Museums. Die wichtigsten Bereiche sind dem Dadaismus, der neuen Sachlichkeit und osteuropäischer Kunst gewidmet.

In der Berliner König Galerie stellen bis zu 40 internationale Künstler ihre Werke moderner Kunst aus. Sie wurde im Jahr 2002 von Johann König gegründet und beherbergt junge, aufstrebende Künstler. Das Besondere an der Kunst, die in dieser Galerie ausgestellt wird, ist die Überschneidung der einzelnen Kunstbereiche. Die König Galerie ist in St. Agnes, einer alten Kirche aus den 60er Jahren, eingerichtet. Sie liegt zwischen Kreuzberg und Mitte. Die König Galerie ist auf internationalen Kunstausstellungen vertreten und hat es geschafft, eine erhebliche Anzahl ihrer Werke in privaten und öffentlichen Sammlungen auszustellen.